Realsatiere in der Zeit

Mal wieder schreibt das Leben (leider) die beste Satire. 

Die Artikel heute in der Zeit direkt unter einander aufgeführt. Klasse und traurig. 

Ehrlicher Weise habe den oberen Artikel noch nicht gelesen, aber die Headlines machen mich sprachlos. 

Zwei Messer von Harnds

Gestern war Abholung beim Zoll und zwei Messer aus China waren da. Keine Gebühren, ist von Gearbest über Tschechien gekommen, war wohl dort aus Sicherheitsgründen suspekt. 

Die Messer sind ein größeres „Blazer“ und ein EDC „Black Mamba“ beide Klingen aus 9Cr18MoV mit Wellenschliff am Griff. 

Der frisch ausgepackte Zustand ist wertig, die Messer sind umweltfreundlich nur in Pappkartons verpackt und zumindest der erste Schliff ist höllisch scharf. 

Beim größeren war noch eine Gürteltasche mit im Lieferumfang. 

Die Messer an sich haben noch kein Spiel bei geöffneter Klinge und arretieren sauber. Da bin ich mal positiv für den Gesamtbetrag von 33 Euro überrascht. 

Schauen wir dann, wie sich beide im Alltag machen.  

DIY Palettenbeet Teil 2

So. Heute bepflanzt und angegossen. Nun heißt es warten.

Kieselsteine unten rein und Erde locker oben drauf. Salbei, Kamille, Thymian, Koriander, Thaibasilikum und… Vergessen.

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Pillepalle oder doch nicht…

Künstliche Aufregung und ein bayerisches „bei uns ist alles besser!“, der Stoff aus dem sich Pädagogen feuchte Träumen holen können ist es trotzdem nicht.
Eine scheinbar „pillepalle“ Mathematikaufgabe im Rahmen der Abschlusstests an den Berliner Schulen freut die Schüler und ärgert manche Lehrer.

Was mich nach wie vor beim Lesen des Artikels irritiert ist, dass es an der Schule in Tempel aber immer noch 43 Schüler*innen mit einer 5 oder 6 gegeben hat…

Da könnte man den alten Witz ergänzen:

Volksschule 1960:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM. Berechne den Gewinn.

Realschule 1970:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn?

Gymnasium 1980:

Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte. Die Menge Geld (G) hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente G gilt: G ist 1. Die Menge der Herstellerkosten (H) ist um 10 Elemente geringer als die Menge G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H als Teilmenge der Menge G und geben Sie die Lösungsmenge L für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?

Gesamtschule 1990:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM und der Gewinn 10 DM. Unterstreiche das Wort Kartoffel und diskutiere mit Deinem Nachbarn darüber.

Autonome Erlebnisschule 1995:

Ein Bauer bietet auf dem Öko-Markt Biokartoffeln an. Nehme eine Kartoffel in die Hand. Wie fühlt sie sich an? Wie riecht sie? Schabe etwas Erde ab, zerreibe sie zwischen Deinen Fingern. Atme den Geruch tief ein. Schließe die Augen und versetze Dich in die Kartoffel. Du bist die Erde. Fühle die Feuchtigkeit, die Dunkelheit… Komme jetzt zurück. Öffne die Augen. Erzähle Deinem Nachbarn von Deinen Erfahrungen.

Schule 2000 (nach der Rechtschreibreform):

Ein kapitalistisch priweligierter bauer bereichert sich an einem sack kartoffeln um 10 euros. Untersuch das tekst auf inhaltliche feler. Korrigiere die aufgabenstellung und demonstrire gegen die lösung.

Schule 2010:

Es gipt keine kartoffeln mer, nur noch pomm frizz bei McDonalds.

Berlin Gesamtschule 2016:

Es gibt Zahlen – schreibe Deinen Namen und das Datum richtig und Du hast eine 1.

Wer übrigens die Mathearbeit mal machen will, die gibt es HIER.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schulabschluss-in-berlin-lehrer-finden-mathe-pruefungen-pillepalle/13756836.html