Kill.The.End – Kill.The.End

Man kann noch so alt werden, manche Sachen macht man zum ersten Mal. Meine musikalische Sozialisation wurde in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts vollzogen habe und mit Flotsam&Jetsam, Metallica und Running Wild kann liegen meine Wurzeln im härteren Bereich. So war es nicht wirklich verwunderlich, dass ich neulich in der Twittertimeline zugeschlagen habe, als es eine Thrashmetal CD gratis gab. Nach ein paar Tagen war diese auch aus der schönen Schweiz bei mir im Briefkasten. Eine Woche und viele Wiederholungen später schreibe ich diese erste Rezension einer CD. Das erste Mal.

Das Album Kill.The.End der gleichnamige Band startet gleich direkt und ohne Kompromisse mit dem ebenso gleichnamige Titelsong Kill.The.End. Ich bin wieder in den 80ern und genieße harte Riffs und schnelle Drums. Mit 4:34 merke ich, dass Thrashmetal heute – gefühlt – länger als zu meiner Jugend ist. Der nächste Titel Rock `n Roll Fucker holt mich ab, top Chorusline mit viel Variationen im Beat und eine saubere Songline im Gesang gehen für mich richtig gut ins Ohr und machen mir Lust auf mehr. Zu Mal ich mich bei diesem Song an Running Wild erinnert fühle (Branded and Exiled).

Danach kommt für mich der stärkste Song auf dem Album: „Despaired“! Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber für mich der Song dieser Scheibe. Endlosschleife!

Mit „Come to Knowledge“ kommt mal ein etwas langsamerer Song, quasi eine kurze Verschnaufpause, bevor es dann mit „The Capitulation“ (über 6 Minuten!) wieder anzieht. Erst haben ich gedacht, ah ein Instrumetalsong deswegen die Länge, aber dann ging der Gesang doch los. Passt. Ein ruhiger Aufbau (Intro) und auch die Übergänge harmonieren in diesem Song für mich sehr gut. Meine Nr. 2 auf der Scheibe.

Folgend sind „No Justice at all“, „Fist in your face“ und „So What“. Davon fällt „So What“ noch mal deutlich aus dem Rahmen, da es ein klassisches Gitarrenintro hat, dann gibt es wieder auf die Luzie und das Album schließt sehr gelungen mit einem Schrei ab.

Ich habe mir sehr gerne die Scheibe mehrfach angehört und fühlte mich super in vor Streaming-Zeiten zurückversetzt. Die Songs haben einen Aufbau und nicht die ersten 10 Sekunden (Skippingtime) sind immer das Entscheidende, sondern der gesamte Song. Liegt vielleicht auch an meinen alten Ohren und Hörgewohnheiten, aber ich mag es, wenn sich ein Song entwickelt.

Wer damit umgehen kann und bereit ist, sich Songs öfters anzuhören, um sich die verschiedenen Passagen zu erschließen, der wird hier sehr solide und gut abgeholt (Metaller muss man schon sein). Da ich selbst kein Musiker bin, kann ich mir kein Urteil über die Technik erlauben, finde subjektiv, dass es passt und stimmig ist.

Für mich Daumen hoch und wer die Scheibe selbst mal hören möchte, kann sie hier für harte Alpendollar beziehen: KTE@flashcable.ch

Dutch Oven und pulled pork

Jetzt im Herbst denkt man wehmütig an die warmen Tage zurück. Bei Wärme fällt es mir ein. Ein leckeres Grillen im Sommer mit dem Dutch Oven.

Alles was man braucht sind knappe zwei Kilo Schweinenackenbraten, Senf, Rub und einen großen Sohn der alles einreibt.

Dann natürlich noch Briketts und einen Dutch Oven und etwas Folie.

Die wesentliche Action mit dem Braten haben wir am Vorabend erledigt und den Braten „gespeckst“ in den Kühlschrank gelegt.

Am nächsten Tag kam der Braten dann mit 15 Briketts (3 unten und der Rest oben) auf ein Zwiebel und Apfelbett.

Dann den Deckeldrauf und nach knapp fünf Stunden und ein Mal Briketts nachlegen. War alles total lecker fertig.

Geschmackssache aber wir fanden es total lecker. Burger buns und aus dem Bratensaft eine Soße gemacht zu den Kartoffeln.

Eine schöne Erinnerung an den Sommer.