18. Januar 2021

2006 – war es das?

Januar
Gammelfleisch und Schneelast, sind mir als Begriffe noch präsent. Zu tun haben hoffentlich beide nichts miteinander.
Salz, auch das Bad Reichenhall leidet besonders unter der Schneelast und eine Halle stürzt ein.
Gammelfleisch hat Auswirkungen auf ganze Wirtschaftsbereiche: Dönerbuden! Nach ca. 2 Wochen kann man vor jeder ein Schild/Display/Aufkleber finden, dass garantiert alle regional schlachten lassen. Regional ist im Zeitalter der Globalisierung ganz schön nahe…
Bis zum Dezember gibt es bei uns einen Verein, der sich gegen die Dumpingpreise beim Döner einsetzt – Döner kosten jetzt statt 1.99 Euro, 2,50 Euro. Das gibt mir wahnsinnig viel Sicherheit.

Februar
Eigentlich nur eins: Dänemark ist für kurze Zeit das am meisten gehasste Land in islamistischen Staaten – noch vor den USA. Auslöser sind Karrikaturen.
Was mich der Thematik „Glaube“ wissenschaftlich näher bringt. Ich kriege den Eindruck, alle Gläubigen haben einen an der Waffel…

März
Was für ein trister Monat, nur eine Berliner Schule „Rütlin-Schule“ schafft es länger in die Medien und zeigt die Ratlosigkeit der Politiker, sich um die schwächeren Teilnehmer der Gesellschaft zu kümmern. Aber mit Sendungen wie der Super Nanny auf RTL kriegen wir das sicherlich wieder hin…
Einen kleinen Nachtrag der Geschichte noch: König Edmund erklärt die Welt…
April
Was ein Spass, Gerhard wird Aufsichtsratmitglied von Gasprom! Ein Aufschrei der Empörung geht durch die Politikerreihen – nur nimmt es ihnen keiner ab. Schröder macht das, was alle gerne machen würden, aber sich nicht offen dazu bekennen.
Bei unseren Freunden aus Italien wird der „Medien-Mussolini“ Berlusconi abgewählt, als Unbeteiligter hat man den Eindruck, dass Italien teilweise erleichtert ist, teilweise es bedauert. Bis heute ist mir nich klar, was überwiegt.
Ein weiteres Zeichen für die Gläubigen: „Ehrenmord“ ist nur gut für 9 Jahre Haft. Dafür, dass man im Himmel beim einzig wahren Propheten vermutlich 500 Jungfrauen dafür bekommt, eine gerade zu super G+V-Rechnung. Ich denke, dass wird Schule machen. Leider kümmert sich die Presse nicht mehr wirklich daraum, ob die Eltern der Mörder das Sorgerecht für die Tochter der Ermordeten bekommen – aber wo sollte es nach Kindeswohl auch besser aufgehoben sein, als dort? Die Erziehung ist garantiert nach „Werten“ erfolgt.

Mai
Der „worste case“ für einen Nürnberger-Franken ist nicht eingetreten: Bayern hat zwar mal wieder die dt. Fussballmeisterschaft gewonnen und den Pokal, aber Fürth ist nicht vorm Club. Alles in Butter 🙂
Nicht vergessen wollen wir Bruno – der ein neues Wort in die Biologie einbringt: Problembär. Bisher hatten eher schüchterne, verklemmt Typen Probleme mit braunen Bären. Jetzt auch noch Stotterer – statt das er mal zum Logopäden geht, lässt er ihn erschiessen.

Juni
Föderalismusreform und Gleichbehandlungsgesetz gehen völlig im WM-Taumel unter. Ein Schelm, wer sich denkt, das dies Absicht war…Die Föderalismusreform wirkt sich dann Ende des Jahres noch heiter aus.
Zur WM nur soviel: Lieber Dritter, als Petze! Zidane wird unsterblich – wer wird in 4 Jahren noch wissen, wer Matrazie ist? Eben keiner.

Juli
Klinsmann hört auf. Alles trauert.
Auf die Gesundheitsreform achtet keiner. Ein wunder, dass die (Politiker) es nicht geschafft haben, mehr unangenehmes wärend der WM durchzudrücken. Liegt aber wahrscheinlich daran, dass sie einfach dazu nicht in der Lage waren, kein Wunder, wenn der Hauptanteil des Bundestages Lehrer und Juristen sind.
Traurige Fussnote: Rudi Carell stirbt diesen Monat.

August
Saure Gurkenzeit. Nur eine tapfere Wienern Natascha Kampusch erhellt die tristen Medien. Der Sommer hat eine erste Schlappe, aber nach 9 Wochen dauerendem Sonnenschein sind nur die Medien enttäuscht über den „schlechten“ Sommer.

September
Die Gläubigen diesmal unter sich: Papst in Bayern! Spontan überlege ich, wie tolerant Christen sind und will als nackter Muslim nur mit Turban bekleidet nach Regensburg. Schlechtes Wetter verhindert es.
Sonst nur wirtschaftliche Nachrichten: gelungenes Management bei Siemens! Eine Sparte (Handy), die pleite ist rechtzeitig abgestossen. Entsorgung der Mitarbeiter damit auf die Allgemeinheit, statt in teure Auffanggesellschaften. Respekt.

Oktober
Wehr… äh Bundeswehr in Afghanistan und es gibt Fotos. Meine Güte, diese Aufregung. Naja, aber wir schaffen es nicht an den Dänen vorbeizuziehen. Sonst zeigen nur die Russen in diesem Monat wo der Hammer hängt: Anna Politkowskaja wird hingerichtet – keiner war es.

November
Schatten ziehen übers Land. „Kleine Panne“ im Stromnetz bringt Westeuropa zu grossen Teilen nach Dunkelland.
Saddam wird zum Tode durch den Strang verurteilt. Bei uns Revolution, der Ladenschluss fällt. Wenn man schon immer mal Leute ärgern wollte, dann geht man um 21.45 Uhr ins Kaufhaus, damit wird es in Zukunft für die Kaufhäuser schwer werden noch Azubis zu finden, da die Arbeitszeiten schlechter als bei Bäckern sind.
Es sind vielleicht doch nur Heuschrecken bei Siemens, zumindest sind die nicht so doof Spuren zu hinterlassen… Schwarze Konten. Können unsere Manager denn nichts mehr? Meine Güte.
Halb Europa (die andere Hälfte, die nicht dunkel war) strahlt, da die Russen den Hammer schon wieder ausgepackt haben. Interessant, dass diese beiden Toten mehr aufstehen erregen, als Tschetschenien und Georgien zusammen.
Was die Bayern freut: Hamburg erweist sich wieder als Stadt der Zuflucht für dieses Pack. Wäre hier natürlich nicht passiert – ich fühle mich wieder sicher.
Apropos: Killerspieler versucht einen Amoklauf. Ergebnis: Er ist tot. Leider auch viele 37 verletzte Menschen. Reflexe dazu: Alles verbieten, was virtuell zum spielen ist und Agressionen fördert!
Ein kleine Denkanstoss dazu: Es gibt ein Spiel, da muss die weisse Gang von der schwarzen Gang den Boss gefangennehmen oder töten. Dies geht am besten, wenn man alle Gangmitglieder umbringt, bis nur noch wenige übrig sind. Gescheut werden auch keine Frauen. Das Spiel heißt Schach!

Dezember
Lachnummer aus der Föderalismusreform (siehe Juni): Bund kann kein einheitliches Nichtraucherschutzgesetz erlassen!
Sonst schreibt jeder seinen Jahresrückblick…

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