18. Januar 2021

Wieso ist die Welt wie sie ist?

Heute morgen ist in mir hier im Urlaub in Prerow was seltsames geschehen. Ein Allerweltsvorgang hat mich innerlich richtig in Rage gebracht und auch jetzt regt es mich noch auf.

Wir (die drei Kids und ich) liefen den Weg zur Seebrücke hoch und, da es für den Strand noch früh war um kurz vor neun, sind meistens nur andere Eltern, Jogger, wenige Rentner und Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern unterwegs. So auch an diesem Morgen. Meine Kinder sind nicht unauffällig, sie freuen sich über das Meer, den Strand und alles, was auf dem Weg dahin zu sehen ist. Sie singen, lachen und sagen wir es so, nicht auffallen ist schwer mit ihnen. Aber sie sind nicht unhöflich, sondern herzensgut und freundlich.

An die mitleidigen Blicke (im besten Fall) bzw. abschätzigen Blicke hat man sich im Laufe der Zeit gewöhnt und eigentlich macht mir das Image inzwischen Spaß. Ja, Großfamilie!!!Buh! Was mich heute morgen aber aufgeregt hat, war so eine Goretex-Tussi, die ausgestattet war, als wollte sie die Zugspitze erklimmen, um ihren Hund gassie zu bringen. Die dann erst meine Kinder, dann mich, dann meine Kinder musterte und dann die Mundwinkel nach unten zog, weil Janna ein Liedchen (schräg) trällerte, Hannes mit machte und Mattis rief sie solle leise sein und den Kopf schüttelte. Gleichzeitig aber ihr Hund fröhlich an die Laterne direkt vor einem Strandladen pisste, wo dann später viele Menschen laufen werden.

Da ich weiß, dass mein ältester Sohn solche Szenen nicht schätzt, habe ich mich zusammengerissen und nichts gesagt, vielleicht auch besser so. Aber am liebsten hätte ich an dieser Stelle gefragt, was jetzt besser ist? Singende Kinder oder pissende Hund, wo Frauchen zu faul ist in den Wald damit zu laufen, da man sich ja die Meindl-Treter in der Kacke der anderen Hunde versauen könnte.

Regen mich auf die Leute. Sollte sie morgen wieder da sein und die Reaktion, wenn ich auch noch singe ähnlich, dann gnade ihr Gott.