Wieso ist die Welt wie sie ist?

Heute morgen ist in mir hier im Urlaub in Prerow was seltsames geschehen. Ein Allerweltsvorgang hat mich innerlich richtig in Rage gebracht und auch jetzt regt es mich noch auf.

Wir (die drei Kids und ich) liefen den Weg zur Seebrücke hoch und, da es für den Strand noch früh war um kurz vor neun, sind meistens nur andere Eltern, Jogger, wenige Rentner und Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern unterwegs. So auch an diesem Morgen. Meine Kinder sind nicht unauffällig, sie freuen sich über das Meer, den Strand und alles, was auf dem Weg dahin zu sehen ist. Sie singen, lachen und sagen wir es so, nicht auffallen ist schwer mit ihnen. Aber sie sind nicht unhöflich, sondern herzensgut und freundlich.

An die mitleidigen Blicke (im besten Fall) bzw. abschätzigen Blicke hat man sich im Laufe der Zeit gewöhnt und eigentlich macht mir das Image inzwischen Spaß. Ja, Großfamilie!!!Buh! Was mich heute morgen aber aufgeregt hat, war so eine Goretex-Tussi, die ausgestattet war, als wollte sie die Zugspitze erklimmen, um ihren Hund gassie zu bringen. Die dann erst meine Kinder, dann mich, dann meine Kinder musterte und dann die Mundwinkel nach unten zog, weil Janna ein Liedchen (schräg) trällerte, Hannes mit machte und Mattis rief sie solle leise sein und den Kopf schüttelte. Gleichzeitig aber ihr Hund fröhlich an die Laterne direkt vor einem Strandladen pisste, wo dann später viele Menschen laufen werden.

Da ich weiß, dass mein ältester Sohn solche Szenen nicht schätzt, habe ich mich zusammengerissen und nichts gesagt, vielleicht auch besser so. Aber am liebsten hätte ich an dieser Stelle gefragt, was jetzt besser ist? Singende Kinder oder pissende Hund, wo Frauchen zu faul ist in den Wald damit zu laufen, da man sich ja die Meindl-Treter in der Kacke der anderen Hunde versauen könnte.

Regen mich auf die Leute. Sollte sie morgen wieder da sein und die Reaktion, wenn ich auch noch singe ähnlich, dann gnade ihr Gott.

Vladimir Sorokin – Manaraga

So sieht es aus. Mein letztes Buch vom Meister. Zunächst hatte ich es im modernen Antiquariat gekauft. Leider im Original auf Russisch, was jetzt nicht zu meinen Sprachen gehört und auch nicht schnell genug lernbar ist, damit ich diese Sommerlektüre mir zu Gemüte führen kann. Weiterlesen

Soja Bolognese – Ein Versuch

Weniger Fleischkonsum ist, was die Vorteile für Mensch und Umwelt angeht, keine Frage mehr, sondern eine Notwendigkeit. Also überlege auch ich, wie wir weiter auf Fleisch verzichten können und trotzdem lecker und gut essen, was sich ja nicht (mehr) ausschließt, weil es sich nur auf Beilagen konzentriert.

Jeden Samstag ist bei uns aus Zeit- und Geschmacksgründen Nudeltag (ab welchem Bildungsabschluss muss man eigentlich Pasta sagen?). Bisher war dies zu 98% mit einem Einsatz von Hackfleisch (gemischt und mind. 500g) verbunden. Mal Discounter, mal Bio. Je nach dem, ob bereits eingekauft oder nicht. Von daher stellte sich nun die Frage, das Hackfleisch ersetzen oder gleich ganz weglassen? Ich habe mich für Ersatz entschieden, weil ich auch neugierig war, wie es geschmacklich werden würde.

Gemeiner Weise habe ich den Kindern erstmal nichts verraten, weil ich mal sehen wollte, wie sie reagieren. Die Zubereitung sollte denkbar einfach sein, nur mit heißem Wasser angießen und aufquellen lassen. Es zeigt sich im Detail, dass man besser es noch abtropfen lassen sollte, damit nicht zu viel Flüssigkeit im Rest beleibt, denn Hackfleisch wird scharf angebraten mit ein paar Gewürzen bei uns. So sieht es nach dem Anbraten aus:

Bischen Krümlig und bis auf die Gewürze klar wenig Eigengeschmack.

Die Tomatensoße habe ich dann mit frischen fränkischen Tomaten, Zwiebel und Knoblau gemacht und für die Kinder (iHHH! Da sind Stückchen drinnen…). Im Anschluss daran das „Soja-Gemisch“ dazu. Sieht dann so aus:

Dann wurde serviert.

Den Kindern viel sofort die andere Optik auf. „Das ist aber lustig kleines Hackfleisch!“ ich habe es unkommentiert gelassen. Dann der erste Löffel..

Gegessen wurde mit viel Appetit und geschmeckt hat es allen! Als ich es aufgelöst habe, war es auch gar nicht schlimm.

Ich werde die Packung noch verarbeiten, aber faktisch ist es sinnvoller auf die Beigabe zu verzichten und nur noch Tomatensauce zu machen.

Rancher-Auflauf

Heute gibt es Rancher-Auflauf, angelehnt an die Mexikanischen huevos rancheros.

Also 3 Paprika (rot, gelb und orang), Speck in würfeln ca. 300g. 500 g Kartoffeln in Scheiben und gekocht. Drei Eier als Spiegeleier mit weichem Eigelb. Gewürze und Knoblauch nach Wahl. Paprika würfeln und mit dem Speck anbraten. Dann mit den gekochten Kartoffeln in die Auflaufform und die Eier oben drauf.

Dann noch den Mozzarella oben drauf und bei 200 Grad für zwanzig Minuten in den Ofen. Mit Umluft für die letzten fünf Minuten für die Bräune.

Guten Appetit.